| Schloss |
| - Geschichte Teil 1 |
| - Geschichte Teil 2 |
| Alte Brücke |
| Philosophenweg |
| Heiliggeistkirche |
| Peterskirche |
| Alte Uni mit Karzer |
| Universitätsbibliothek |
| Bergbahn |
| Bergfriedhof |
| Umgebung Heidelberg |
Sehenswürdigkeiten in Heidelberg
Direkt gegenüber der Universitätsbibliothek steht die Peterskirche. Sie ist die älteste Kirche Heidelbergs und ihr Vorgängerbau wurde erstmals 1196 urkundlich erwähnt. Die damalige romanische Kirche war der Mittelpunkt einer kleinen Ansiedlung. Nach Gründung der Kernstadt Heidelbergs durch die Wittelsbacher, Anfang des 13. Jahrhunderts, stand sie lange ausserhalb der Stadtmauern. Das umliegende Gelände diente, bis zur Eröffnung des Bergfriedhofs 1844, als Stadtfriedhof. Noch heute kann man bei einem Rundgang um die Peterskirche Grabdenkmäler aus den vergangenen Jahrhunderten entdecken. In der Kirche befinden sich ebenfalls zahlreiche Gräber, überwiegend von Professoren der Universität, von kurfürstlichen Beamten und anderen angesehenen Bürgern. Das berühmteste Grabmal ist jedoch das der Dichterin Olympia Fulvia Morata. Sie starb 1555 in Heidelberg und galt als eine der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit.
Die Peterskirche wurde ursprünglich als Pfarrkirche genutzt, bis sie 1400 von Kurfürst Ruprecht III. zur Universitätskirche ernannt wurde. 1489 erfuhr sie umfangreiche Umbaumaßnahmen und bekam so einen im Stil der Spätgotik gehaltenen Kapellenanbau, einen gewölbten Chor sowie den Westturm. Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 und 1693 erheblich zerstört, ging man Anfang des Anfang 18. Jahrhundert an den barocken Wiederaufbau der Kirche. 1863-1870 wurde sie zur dreischiffigen Hallenkirche im neugotischen Stil umgebaut. Bis in die jüngste Zeit hinein folgten weitere Umbauten aufgrund von Nutzungsänderungen und verschiedenster Renovierungsmaßnahmen.
Heute finden in der Peterskirche neben den evangelischen Universitätsgottesdiensten auch zahlreiche Konzerte und einzelne Ausstellungen statt.
Wer die Kirche besichtigen möchte: Sie ist von April bis Oktober an Werktagen geöffnet (meist zwischen 10h und 14h).
Das Grabmal der 1555 verstorbenen Olympia Fulvia Morata finden Sie gleich rechts als erste Platte in der Universitätskapelle. Der rechte Anbau aus dem 15. Jahrhundert ist direkt von der dreischiffigen Kirchenhalle aus zugänglich.